Karl-Erwin Schulze* ist heute Freiburger.

Doch sein Herz pocht nach wie vor für seine Geburtsstadt Dortmund, der Perle des Kohlenpotts. Wir haben ihn ein bisschen ausgefragt, über sich selbst, sein Verhältnis zu Winninger und natürlich ging es auch um die Frage, ob er BVB-Aktien besitzt.

Und, sind Sie BVB-Fan?

Aber klar! Immer schon.

Den FC Freiburg können sie also nicht leiden?

Ach, die sind schon ganz in Ordnung (lacht).

Wie kam es dazu, dass sie ihre Lebensversicherung verkauft haben?

Eigentlich gibt es da zwei Punkte. Zum einen habe ich in Aktien investiert und sehe da gegebenenfalls noch Möglichkeiten höheren Gewinn zu machen. Das andere ist eigentlich der Hauptgrund, dass meine Frau eine Kapitallebensversicherung hatte mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung und da haben wir einen Rechtsstreit. Mein Verhältnis zum Versicherer war eigentlich soweit in Ordnung. Aber als sie sich trotz einer nachgewiesenen Berufsunfähigkeit anfingen zu weigern, die veranschlagten Zahlungen zu leisten, kamen mir doch einige Bedenken. Daher wollte ich meine Lebensversicherung loswerden.

Also im Grunde war das Vertrauen auf die Verbindlichkeit des Versicherers nicht mehr gegeben.

Es ist schon merkwürdig, wenn man weiterhin seine monatlichen Beiträge auf der einen Seite begleicht, um auf der anderen Seite gegen den Versicherer zu prozessieren.

Ein bisschen so, als würde man vom eigenen Geld die Anwälte der Gegenseite bezahlen.

Da macht man sich Gedanken (lacht).

Darf ich fragen, was schon immer ihr größter Wunsch war?

(lacht)

Gibt es so was?

Das kann ich nicht beantworten. Wobei, vielleicht… ich bin Beamter. Ich würde mich gerne an irgendeinem Punkt meines Lebens selbstständig machen.

In welchem Bereich sind Sie tätig?

Ich bin im Bereich der Lehrerverwaltung tätig.

Gäbe es da die Möglichkeit, eine Selbstständigkeit zu realisieren?

Ja, man könnte vielleicht neben der Arbeit noch an einem selbstständigen Projekt arbeiten. Es wäre auch denkbar, die Arbeitszeiten meiner jetzigen Stelle zu reduzieren.

Sie haben in Aktien investiert. Zum ersten Mal?

Ne, das mache ich schon länger. Unter anderem Borussia Dortmund Aktien (lacht).

Das ist ja ein bisschen wie auf die eigene Mannschaft wetten.

Das könnte man so sagen (lacht).

Früher galten Lebensversicherungen ja als ziemlich sichere Wertanlage. Aktien dagegen befinden sich im ständigen Wandel. Hat man dadurch einen anderen Bezug zu seiner Anlage? Hat man auch ein bisschen Angst, Geld zu verlieren?

Man muss da ein bisschen Differenzieren. Wer heute noch eine anständige Rendite erwirtschaften will, der muss umdenken. Z.B. Aktien, so wie ich das sehe, ist es immer gut, wenn man etwas schichtet. Also nicht nur auf eine Aktie das ganze Geld setzen und das ganz hohe Risiko gehen. Wenn man es dann verteilt, ist die Möglichkeit zu einem höheren Gewinn, denke ich mal, schon gegeben.

Sie haben gesagt, sie hätten ihr Geld aus dem Verkauf der Lebensversicherung aufgeteilt. Ein Teil ging in Aktiengeschäfte. Haben sie sich von der anderen Hälfte vielleicht einen kleinen Wunsch erfüllt? Vielleicht eine Dauerkarte für den BVB?

Ja, von Freiburg ist das immer so weit. Ich muss zugeben, mit den Wünschen, hänge ich noch ein bisschen hinterher. Wenn ich noch in Dortmund leben würde, hätte ich mir eine Dauerkarte für den BVB gegönnt.

Das heißt, sie sind da eher zurückhaltend und sachlich?

Ja, ich bin eher sachlich. Meine Frau ist da eher emotional (lacht).

Ist ihre Frau auch BVB-Fan?

Leider nicht. Die habe ich da noch nicht so richtig sozialisiert (lacht).

Gab’s einen direkten Kontakt zu Winninger als Sie ihre Lebensversicherung verkauft haben? Oder lief das alles online?

Das lief zunächst alles online. Ich hatte mich etwas in das Thema eingelesen und habe auch im Internet viel verglichen. Es gibt so einen Verband der Versicherungsankäufer, der für die Seriosität des Ankäufers bürgt. Und dann habe ich im Internet ein paar Sachen über Winninger gelesen und was mich positiv gestimmt hat, war, unter anderem, dass sie Zeitungsausschnitte z.B. aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf der Seite zeigen. Und durch diese Fakten hatte ich dann ein ganz gutes Bild. Wer seine Lebensversicherung verkaufen möchte, sucht Seriosität und die habe ich bei Winninger gefunden. Nach meinem Telefonat mit Winninger hat sich dieses dann nochmal bestätigt. Mir schien das alles seriös zu sein. Immerhin gibt es in diesem Bereich ja auch schwarze Schafe. Auch dass man die Leute von Winninger auf der Seite sehen kann, fand ich gut. So kann man sich gleich ein Bild machen.

Dann würde ich auch gleich zu meiner letzten Frage kommen. Glauben sie, dass der BVB dieses Jahr wieder Meister wird?

Naja, der Wunsch wäre der Vater des Gedankens. Also ich wünsche mir das schon (lacht). Also ja, man darf die Hoffnung nie aufgeben.

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