Standmitteilungen bei Lebensversicherungen

Ein Buch mit sieben Siegeln?

Einmal im Jahr liegt sie im Briefkasten: die Standmitteilung zur Lebensversicherung. Dieses Dokument soll Versicherten Auskunft darüber geben, wie sich ihre Lebensversicherung entwickelt, wie hoch z. B. der aktuelle Rückkaufswert ist und wie die zu erwartende Auszahlung der Lebensversicherung am Laufzeitende ausfallen wird.

Standmitteilungen von Lebensversicherungen fehlt Transparenz

Bislang haben viele Versicherungsgesellschaften diesbezüglich nicht gerade mit verständlichen Informationen und Transparenz geglänzt. Rund ein Viertel der Standmitteilungen waren laut Bundesregierung lückenhaft und mit für den Laien kaum verständlichen Fachbegriffen durchsetzt. Verbraucherschützer, Marktteilnehmer und auch der Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen e. V. (BVZL) haben diesen Umstand immer wieder heftig kritisiert.

Neue Vorgaben für Versicherungsgesellschaften 

Ab 2018 soll sich die Situation für Versicherte deutlich ändern, denn der Bundesrat stimmte im Juli 2017 der Umsetzung der EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie zu. Demnach sind Versicherer künftig dazu verpflichtet, den Policen-Inhaber immer über seinen aktuellen Rückkaufswert zu informieren. Ebenso muss die Auszahlung der Lebensversicherung, sofern der Vertrag unverändert fortgeführt wird, ausgewiesen werden. Außerdem muss der Betrag genannt werden, den der Kunde erhält, sollte er weitere Beiträge nicht mehr zahlen.

Wenn die Standmitteilung für den Versicherten verständlicher wird, hat er erstmals eine echte Entscheidungsgrundlage, wie er weiterhin mit seinem Lebensversicherungsvertrag verfahren will, ob er dieses Vorsorgeprodukt die nächsten Jahre besparen will, ob er die Lebensversicherung kündigen oder verkaufen möchte.

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